Zuckerbelastungstest

Zuckerbelastungstest

In der 25.-28. Schwangerschaftswoche kann ein Zuckerbelastungstest durchgeführt werden. Dabei werden Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten ersichtlich. Bei auffälligen Werten kann es sich um einen Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) handeln.

Der Zuckerbelastungstest läuft folgendermaßen ab:

  • Bestimmung Ihres Nüchternblutzuckerwertes, danach trinken Sie eine Zuckerlösung
  • 1 Stunde danach – Kontrolle des Blutzuckerwertes
  • 2 Stunden danach – weitere Kontrolle des Blutzuckerwertes

Zu hohe Blutzuckerwerte sind in der Schwangerschaft mit Risiken verbunden. Kinder können überdurchschnittlich wachsen, was zu Problemen bei der Geburt führt. Harnwegsinfekte oder Nierenbeckenentzündungen kommen häufiger vor. Missbildungen der Kinder bzw. durch eine Mangeldurchblutung im Mutterkuchen kann es zur Unterversorgung kommen und lebenswichtige Organe sind gefährdet. Auch Frühgeburten treten häufiger auf.

Bei Gestationsdiabetes muss eine Ernährungsumstellung erfolgen. Dazu soll mehr körperliche Bewegung ausgeübt werden. Gelegentlich kann eine Insulintherapie nötig sein.

Sollte bei Ihnen ein Gestationsdiabetes festgestellt werden, werden wir Sie umfassend beraten und die Schwangerschaft zusammen mit einem Diabetologen weiter betreuen.

Beim Zuckerbelastungstest handelt es sich um eine IGeL-Leistung!

Dr. med. Michael Merkle, Gynäkologie und Geburtshilfe
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